| 24 Jahre Interessengemeinschaft für Esel- und Mulifreunde in Deutschland e.V. |
In der Interessengemeinschaft für Esel- und Mulifreunde in Deutschland e.V. |
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| Die Anfänge |
Der am 21. Januar 1988 in Essen gegründete Verein hatte anfänglich neun Mitglieder und begann gleich sein stürmisches Wachstum auf derzeit rund 1.250 Mitglieder und 3375 eingetragene Esel. Nach dem Fall der östlichen Grenze stiessen bald die ersten Eselfreunde aus den neuen Bundesländern hinzu. |
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| Die Esel-Post |
ist mitgewachsen. Heft Nummer 1 unserer beliebten Vereinszeitschrift erschien im April 1988, damals noch eine Sammlung von vervielfältigten Einzelblättern. Im Laufe der Zeit und stets den technischen Möglichkeiten folgend wuchs die Eselpost zu einem ansehnlichen, vierteljährlich erscheinenden Fachblatt heran. Auf je 50 bis 60 Seiten findet der Eselfreund eine Vielzahl von Informationen und Ratschlägen rund um Esel und Mulis: Medizinisches, Haltung, Nutzung, Termine, Erfahrungsberichte, Kontaktbörse, Kontakt zu Eselvereinen ausserhalb Deutschlands und vieles andere mehr. Die Eselpost wird derzeit von Judith Schmidt und Andrea Hunecke redigiert, der Jugendvorstand steuert die Kinder- und Jugendseite bei. |
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| Inneres Wachstum |
Von Anfang an war der persönliche Austausch unter den Mitgliedern wichtig, insbesondere die gegenseitige Hilfe zu guter Haltung, zu Fragen der artgerechten Ernährung und der Gesunderhaltung unserer Tiere. Der Verein hat mit aktiver Kommunikation nach innen und aussen sehr wesentlich dazu beigetragen, dass die Veterinärmedizin in Deutschland die besonderen arttypischen Eigenheiten der Esel inzwischen wesentlich besser berücksichtigt. Regionalgruppen – meist auf Ebene der Bundesländer – haben sich ab 1992 gebildet. Sie organisierenregelmässige Treffen für Esel- und Mulifreunde, pflegen Freundschaften und helfen sich gegenseitig bei allen Fragen rund um die Tiere. Seit 1993 gibt es eine Vermittlungsstelle für Esel und Mulis. Sie wird seit 2002 von Priska Reichert geführt und hat schon viele Verbindungen zwischen Käufern und Verkäufern von Eseln und Mulis hergestellt. |
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| Jugendarbeit |
Jugendcamps, Wanderungen, Reitkurse, Schnupperfahrkurse, Hindernisparcours, Eseltage – regionale und bundesweite Aktivitäten rund um den Esel bieten Kindern und Jugendlichen erste Kontakte mit diesen seltenen und besonderen Tieren. Bei all diesen Veranstaltungen wird den jungen Teilnehmern im engen Kontakt mit den Tieren spielerisch der Umgang mit Eseln vermittelt. Ebenso lernen die Kinder und Jugendlichen wichtiges über Haltung und Pflege der Tiere. Für die Planung und Organisation solcher Eselveranstaltungen gibt es mittlerweile einen eigenen Jugendvorstand. Dieser besteht aus über ganz Deutschland verteilten jungen Mitgliedern des Vereins: Felicitas Frädrich in Baden Württemberg, Natalie Großmann in Baden Württemberg, Johanna Zelle und Nadine Klocke in Nordrhein-Westfalen. Gerne könnt ihr euch bei Fragen zur Jugendarbeit an sie wenden. |
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| Zucht |
Ein echter Dauerbrenner in den Diskussionen war stets die Frage um die Zucht von Eseln: soll der Verein eher die Zucht von guten und gesunden Tieren anstreben – oder aber auch die Liebhaberei von zweit- und drittklassigen Tieren fördern ? Der Verein unterstützt heute beides. Anfang 1991 formulierte der Verein „Standards“, die bei der Zucht anzustreben sind, und entwickelte diese schliesslich zu Leitvorstellungen für den „Deutschen Zuchtesel der IGEM“. Kerngedanke des satzungsgemässen Zuchtziels ist nicht die Entwicklung von Rasse- Standards, sondern die Förderung der Zuchtverwendung von gesunden und leistungsfähigen Tieren. Langfristziel ist die genetische Verbreitung erwünschter körperlicher Eigenschaften wie z. B. gerader Rücken und Gliedmassen, gute Hufe und Hufgelenke und eine schräge Schulter. Diese und einige andere Eigenschaften sind die körperlichen Grundvoraussetzungen für eine Nutzung des Tieres durch den Menschen sowie ein Altern des Tieres ohne Schmerzen. Eselhalter können ihre Tiere bei den Jahrestreffen anhand dieser Standards bewerten und in das Zuchtbuch der IGEM eintragen lassen. Fohlen aus gut bewerteten Elterntieren erweisen sich immer wieder als besonders gesund und physiologisch vorbildlich. Auch Wallache können zur Bewertung vorgestellt werden, Ergebnis gibt dem Eigentümer dann guten Aufschluss über die körperliche Eignung des Tieres zur geplanten Nutzung für Kutschfahren, Reiten oder Lasten tragen. |
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| Aussenwirkung |
Von Anfang an war die Öffentlichkeitsarbeit ein Kernbestandteil der Vereinsaktivitäten. Hier ist viel geschehen: Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen interessieren sich immer mehr für den Verein, dessen Veranstaltungen und vor allem natürlich für die Esel und Mulis. Viele Menschen bekamen durch die Jahrestreffen und die nun besser unterrichteten Medien Gelegenheit, ihr Bild vom „dummen, faulen und störrischen Esel“ zu korrigieren. Ebenso gelang es, viele Nichtfachleute mit den besonderen arttypischen Anforderungen der Esel hinsichtlich Haltung und Ernährung vertraut zu machen. In der Vergangenheit beteiligte sich der Verein in Form eines Informationsstandes und Vorführungen von Eseln auch an der „Equitana“ in Essen. Wichtiger waren und sind aber die Jahrestreffen im Sommer jeden Jahres, die jeweils bis zu 5.000 Besucher anziehen und auf diese Weise eine erhebliche „Multiplikatorwirkung“ nach aussen haben. Zum „Aussen“ gehören auch die Verbindungen zu Eselfreunden in anderen Ländern, beispielsweise nach Dänemark, Schweden, Holland, Luxemburg, Belgien, Grossbritannien, Frankreich, Schweiz, Österreich, Australien, USA und Kanada. |
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| Das Jahrestreffen |
Das grosse Ereignis jedes Eseljahres ist natürlich das bundesweite Jahrestreffen, das seit 1989 im August eines jeden Jahres abgehalten wird. Im Wechsel findet dieses Treffen im Norden und Süden Deutschlands, seit 2007 auch im Osten Deutschlands statt. Die sehr zeitaufwendige Organisation übernahmen bisher für Gütersloh die Familien Stickling und Nolding, für Karlsruhe-Forst die Familie Dickgiesser und für Berlin-Paaren im Glien Christine Möller und Sophia Bardenhagen. Neben dem grossen bundesweiten Jahrestreffen finden stets auch viele kleinere, regionale Treffen und gemeinsame Eselwanderungen statt, die von Vereinsmitgliedern oder den Regionalgruppen organisiert werden. |
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| Die Vereinsleitung |
Der Vereinsvorstand hat sich in den vielen Jahren regelmässig verändert. Die Aufgabe des ersten Vorstands wird seit März 2007 von Barbara Bank wahrgenommen, die damit Wolfgang Dickgiesser (†) nach dessen zwölfjähriger Amtszeit ablöste. Sitzungen des Vorstands finden immer in einem erweiterten Kreis (zusammen mit unter anderem den Vertretern der Regionalgruppen) statt. Auf diese Weise können alle Themen gründlich besprochen und die Entscheidungen auf einer breiten Basis getroffen werden. |
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| Sie ist kräftig und vital, die Interessengemeinschaft für Esel- und Mulifreunde in Deutschland. Sie hat viel erprobt, gelernt und in Gang gebracht in den vielen Jahren ihres Bestehens! | ||
| Stand 01/2012 |

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