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Bericht vonUwe Metz
über das 18. Esel- und Mulitreffen vom 24. und 27. August 2006

in 76694 Forst/Baden bei Bruchsal

„In Gelassenheit unterwegs“

Nachdem das Volk der Esel- und Mulifreunde im vergangenen Jahr in Gütersloh die Gelassenheit entdeckt hatte, war es nun in derselben unterwegs. Und zwar im badischen Forst und nicht auf der mecklenburgischen Seenplatte. Diesen Eindruck konnte man nämlich bekommen, wenn man den Weg zwischen den beiden Sandplätzen entlang lief. Der Regen der letzten Wochen (am Freitag hatte es fast ununterbrochen geregnet) hatte dafür gesorgt, dass sich dort riesige Wasserlachen gebildet hatten, und auch der Zeltplatz drohte sich in einen Sumpf zu verwandeln. Aber der Wettergott hatte ein Einsehen, und so hatten wir am Samstag und am Sonntag fast ein Bilderbuchwetter. Vereinzelt aufziehende Regen- und Gewitterwolken luden ihre Last nicht bei uns, sondern in der Nachbarschaft ab.

So konnte Wolfgang Dickgießer pünktlich das 18. Esel- und Mulitreffen eröffnen, nachdem Bernd Schmutz schon lange vorher die Tür zur Meldestelle aufgeschlossen hatte. Insgesamt 97 Tiere wurden gemeldet, wobei die Zahl aller anwesenden Tiere bei etwa 120 liegen dürfte.
An der Zuchtwertschätzung, dem Schwerpunkt des Samstages, nahmen 51 Tiere teil. Die Richter waren Angela Baumann-Jost, Melanie Scherer und Souel Maleh.
Wie schon in den letzten Jahren wurde mit der Gruppe 5, den Wallachen, begonnen. Dies war mit zwölf Tieren die größte Gruppe, jedoch konnten zehn Tiere nicht platziert werden, da sie in die Zuchtklasse (ZK) III eingeteilt wurden. Sieger wurde Shir von zwei Linden (Brigitte Brandt) mit 109,33 Punkten (ZK I), gefolgt von Herkules (Tanja Fichter) mit 94,67 Punkten (ZK II).
Jetzt konnten die Hengste bewertet werden.
Bei den Großeselhengsten (1 Tier) siegte Kir des Saules (Wolfgang Dickgießer) mit 107,67 Punkten (ZK I).
Nun die Hengste jünger als 3 Jahre (2 Tiere). Hier siegte Lorenzo (Astrid Stürz) mit 105,67 Punkte (ZK I) vor Carlos (Wolfgang Bartels) mit 94 Punkten (ZK II).
Die beiden vorgestellten Hengste 3 bis 5 Jahre kamen beide in Zuchtklasse I. Sieger wurde Filius (Susanne von Münchhausen) mit 115 Punkten, der zweite Platz ging an Oskar (Jeannette Lichtenstein) mit 104,33.
Bei den Hengsten älter als 5 Jahre wurden 3 Tiere vorgestellt, aber nur 2 plaziert. Platz 1 ging an Romeo (Susanne Klose) mit 106,67 Punkten (ZK I), Platz 2 an Little Dipper (Nicole Huibers) mit 99,67 Punkten (ZK II).
Dann waren die Stuten dran. Es wurden 7 Großeselstuten vorgestellt. Hier setzte sich Sandrine (Wolfgang Dickgießer) mit 114 Punkten gegen Mira (Loheland Stiftung) mit 111,67 Punkten und Emely (Ute Thomas) mit 110 Punkten durch. Alle drei kamen in Zuchtklasse I.
Bei den beiden Stuten jünger als 3 Jahre konnte nur Lola (Astrid Stürz) platziert werden. Sie siegte mit 112,67 Punkten (ZK I).
In der Gruppe Stuten 3 bis 5 Jahre (6 Tiere) gab es zwei Sieger. Lilli (Michaela Ekard) und Amira (Heike Rischer) erhielten beide 107, 67 Punkte (ZK I). Dritte wurde Poldi (Jean-Paul Dieschbourg) mit 107 Punkten (ZK I).
Bei den Stuten älter als 5 Jahre (10 Tiere) siegte Laska von zwei Linden (Brigitte Brandt) mit 117 Punkten vor Dolores (Nicole Huibers) mit 111,67 Punkten und Rosalie (Gabriele Plappert) mit 110 Punkten. Damit kamen alle drei in die Zuchtklasse I.
Zum Schluß endlich die Maultiere und Maulesel (6 Tiere). Sieger wurde Mario von zwei Linden (Brigitte Brandt) mit 116 Punkten, gefolgt von Pedro (Monika Bellemann) mit 111 Punkten und Chico (Ute Thomas) mit 104 Punkten. Auch hier kamen alle Drei in die Zuchtklasse I.

Mittlerweile war es Abend geworden und es hatte auch wieder angefangen leicht zu regnen. Die Bewertung hatte sich so lange hingezogen, da es die Richter sehr genau nahmen. Herr Maleh, im richtigen Leben Pferdedentist, untersuchte alle Gebisse sehr genau und entdeckte dabei auch viele Anomalien oder Besonderheiten, wie etwa Wolfszähne. Aber es gab auch noch anderes am Samstag. Wie jedes Jahr konnten Tiere gewogen werden (für den Zugwettbewerb sogar Voraussetzung).

Parallel zur Bewertung fanden auf dem Reitplatz auch der Hindernisparcours (34 Tiere) und der Jugendcup (43 Tiere) statt. Den Hindernisparcours gewann Janie Frickie (Nicole Huibers) mit 94 Punkten vor der punktgleichen Dinka von zwei Linden (Brigitte Brandt), die aber die schlechtere Zeit hatte. Dritte mit 91 Punkte wurde Lotte (Heike Wulke).
Den Jugendcup gewann überlegen Teresa Barrho, übrigens ist sie die junge Dame vom diesjährigen Plakat, mit Laila von zwei Linden (Brigitte Brandt) und 98 Punkten, gefolgt von Jana Spitzenberger mit Konrad von Rötelsbach (Friedrich Bauer) und 93 Punkten sowie Torben Görner mit Felix von zwei Linden (Brigitte Brandt) und 92 Punkten.

Der Zugleistungswettbewerb fand am Nachmittag auf der Wiese hinter dem Zeltplatz statt. Elf Esel traten an, um den Zugschlitten, der jedes Mal auf 30% ihres Gewichtes aufgelastet wurde, über die Strecke zu ziehen. Hier legte Mira von der Loheland Stiftung eine perfekte Leistung hin und erreichte die Höchstpunktzahl von 100 Punkten, dicht gefolgt von Flicka von Ute Thomas mit 99 Punkten. Dritter wurde Sunny von Heike Wulke mit 95 Punkten.

Mittlerweile war es dunkel geworden und mit etwas Verspätung begann das Abendprogramm. Zuerst wurden noch ausstehende Siegerehrungen vorgenommen und der Pokal für das beste Tier der Zuchtbewertung an Brigitte Brandt für ihre Stute Laska von zwei Linden (s.o.) übergeben. Dann folgte ein abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm. Beate Marienfeldritt auf ihrer Stute Rosine ins Festzelt und führte ein Blockflötenstück aus dem Barock auf. Ohne elektrische Verstärkung, und trotzdem war es mucksmäuschenstill im Zelt. Der begeisterte Applaus wurde von Rosines Eselschrei noch lautstark unterstützt. Aber die Nummer war noch nicht vorbei, Stephanie Kratzer kam steppend ins Zelt. Nachdem sie zweimal unter Rosines Bauch durchgesteppt war, geleitete diese sie im Takt der Musik laufend auf die Bühne, wo ein furioses Finale stattfand.
Dann stellten Judith und Gregor Schmidt mit einer eseligen Variante von Wer wird Millionär“ die Noteselhilfe vor. Anschließend klärten Felicitas Frädrich und Wolfgang Dickgießer das Publikum singenderweise auf, dass Opel, Jaguar und all die anderen Automarken mit einer Eselkutsche nicht mithalten können.
Dialektmärchen haben beim Stammtisch Südwest Tradition. Diesmal hatte sich Dagmar Karle „Tischlein deck dich, Esel streck dich, Knüppel aus dem Sack“ vorgenommen und entsprechend bearbeitet. Auf der Bühne standen neben einem veritablen Esel und zwei ebensolchen Ziegen Badener, Luxemburger, Österreicher, Westfalen und weitere Menschenkinder, die sich zur großen Erheiterung des Publikums in ihnen fremden Dialekten versuchen mussten. Brigitte Brandt und Rosa-Maria Cramer brachten anschließend das gesamte Zelt dazu, sich zu bekennen, dass Esel froh machen.
Dann präsentierte Anahid Klotz im Eselskostüm „Esel-Herzblatt“. Drei ansehnliche „Eselstuten“ aus dem Publikum stellten sich den Fragen des hinter einem Paravent verborgenen stattlichen „Eselhengstes“. Leider mußte der Helikopterflug mit der schließlich „Auserwählten“ aus Zeitgründen ausfallen.
Den Abschluss bildete der obligate Tanz des Jugendvorstandes. Diesmal war es der „Ketchup-Song“, der das Abendprogramm abrundete und die Party eröffnete. Es wurde getanzt, gesungen und gefeiert. Das Zelt leerte sich so nach und nach, und auch die Musik wurde lauter. Aber um halb eins zog Spaßbremse Uwe Metz den Stecker und auf dem Gelände herrschte wieder die gewohnte Geräuschkulisse, die Rufe der Esel und Mulis.

Der Sonntag begann auf gewohnte Weise: Tiere versorgen, Menschen versorgen, Mensch und Tier herausputzen, anschirren oder satteln und auf zur St. Barbara – Kirche in Forst. Dort hielt unser Eselpfarrer Otto Thonhofer mit seinem evangelischen Kollegen einen ökumenischen Gottesdienst, an den sich die traditionelle Segnung der vor der Kirche versammelten Tiere und ihrer Menschen anschloß. In seiner unnachahmlichen Art verstand es Otto Thonhofer, auf alle Vorbeiziehenden individuell einzugehen. Aus den gesegneten Tieren formierte sich dann ein Umzug, der, angeführt von einem Dudelsack- und einem Drehleierspieler auf Wolfgang Dickgießers Eselkutsche, unter reger Anteilnahme der Forster Bevölkerung zurück zur Reitanlage ging.
Dort angekommen, nahmen alle Kutschen, Reiter und Führesel Aufstellung in einer langen Reihe, die fast die gesamte Länge des Reitplatzes maß – ein imposantes Bild. Wolfgang Dickgießer begrüßte nochmals alle Gäste und Besucher und übergab dann das Mikrophon an den Bürgermeister der Gemeinde Forst, Reinhold Gsell. Dieser betonte in seiner kurzen Ansprache den hohen Stellenwert unseres Treffens für das kulturelle Leben der Gemeinde und wünschte sich in dieser Hinsicht eine lange Zusammenarbeit. Dann verabschiedeten sich alle Teilnehmer mit einer Ehrenrunde von den Zuschauern.

Der Reitplatz konnte nun für die noch ausstehenden Wettbewerbe vorbereitet werden. Auf der einen Hälfte des Platzes war der Ring für die Führ- und Reitwettbewerbe aufgebaut worden. Melanie Scherer richtete die einzelnen Wettbewerbe.
In der Führklasse der Esel (8 Teilnehmer) siegte Dolores von Nicole Huibers mit 44 Punkten vor Laska von zwei Linden von Brigitte Brandt mit 42,5 Punkten und Shir von zwei Linden, ebenfalls von Brigitte Brandt, mit der gleichen Punktzahl, aber der schlechteren Zeit.
Die Führklasse der Maultiere (4 Teilnehmer)gewann Mario von Tine Klausmann mit 45 Punkten, dicht gefolgt von Stanley von Tina Caspari mit 44 Punkten. Den dritten Platz erreichte Pedro von Monika Bellemann (geführt von Katja Leichl) mit 41 Punkten.
In der Führzügelklasse der Esel gab es 5 Teilnehmer. Sieger wurde Mira von der Loheland Stiftung mit 44 Punkten. Es folgten Emely von Ute Thomas mit 38 Punkten und Ricca von zwei Linden mit der gleichen Punktzahl, aber der schlechteren Zeit.
In der Führzügelklasse der Maultiere hatte sich niemand angemeldet.
Beim Reiten der Esel (3 Teilnehmer) siegte Marie Plappert mit Rosalie (Gabriele Plappert) und 36,5 Punkten vor der Loheland Stiftung mit Filou und 32,5 Punkten. Dritte wurde Tabea Schultze-Naumburg mit Cinderella (Doris Schultze-Naumburg) und 23 Punkten.
Auch für das Reiten der Maultiere hatte sich niemand angemeldet.

Parallel dazu fand auf der anderen Hälfte des Reitplatzes der Fahrwettbewerb mit Angela Baumann-Jost als Richterin statt.
Bei den Einspännern (6 Teilnehmer) wurde Sharie von zwei Linden (Brigitte Brandt) mit der Höchstzahl von 100 Punkten Sieger. Es folgten Boromir (Peter Steding) mit 90 Punkten und Niko (Petra Theilfahrt) mit ebenfalls 90 Punkten, aber der schlechteren Zeit.
Spannend wurde es bei den Zweispännern(7 Teilnehmer). Drei Teams erreichten jeweils 98 Punkte, so dass die Zeit entscheiden mußte. Sieger wurde Hanna Merkt mit Dinka von zwei Linden und Nory von Haarholz ((beide von Brigitte Brandt) in 3:26 Minuten. Den zweiten Platz belegte Jean-Paul Dieschbourg mit Lisi (Maily Frieden) und Claudia (Jean-Paul Dieschbourg) in 4:15 Minuten, dicht gefolgt von Natalie Großmann mit Nati von zwei Linden und Sharie von zwei Linden (beide von Brigitte Brandt) in 4:17 Minuten.

Die Wettbewerbe waren nun abgeschlossen und das Esel- und Mulitreffen ging seinem Höhepunkt und Abschluß entgegen, dem Schauprogramm. Abseits vom Wettbewerbsstress wurde hier viel Gelassenheit gezeigt. Nachdem die Vielfalt der Esel in Punkto Größe und Farbe vorgeführt worden war, zeigte man heutige Nutzungsformen, etwa als Packtier bei Wanderungen oder unterm Reitsattel. Hier konnte man unter anderen nochmals die Siegerin des Reitwettbewerbs und Beate Marienfeld mit ihrer Rosine bewundern oder Anna-Rebekka Thomas beim Halsringreiten
Dass Maultiere nicht immer groß und schwer sein müssen, konnte man deutlich beim nächsten Programmpunkt sehen. Mucki, das Shetty-Muli von Pia Brunnengräber brauchte sich nicht hinter seinen größeren Artgenossen zu verstecken (unter manchem hätte es bequem durchlaufen können) und eroberte die Herzen der Zuschauer im Sturm.
Die Bodenarbeit als Vorbereitung oder gar Ersatz für die reiterliche Nutzung ihrer Maultiere zeigten Tine Klausmann und Tina Caspari. Stanley zeigte nicht nur den Spanischen Schritt an der Hand, sondern hielt auch noch als Hindernis und Sitz für zwei Hunde her.
Gelassenheit präsentierte auch die nächste Nummer. Tine Klausmann hatte mit vielen Eseln und noch mehr Kindern eine kleine Zirkusnummer eingeübt. Die Tiere bildeten den Unterbau einer Pyramide, gingen unter einem Schwungtuch hindurch oder stellten sich auf dasselbe, dienten als Hindernis für einen großen Gymnastikball oder ließen sich von den Kindern problemlos hinlegen. Höhepunkt war, als die 22 jährige Großeselstute Sharie mitten unter das hochgehobene Schwungtuch gestellt und dort hingelegt wurde. Als dann das Tuch noch herunter gelassen wurde, verriet fast nichts mehr, welch großes Tier dort lag.

Seit meinem ersten Eseltreffen in Forst 1996 habe ich sie fast jedes Mal hier im Schauprogramm gesehen, die ungarische Post von Carmen Dickgießer. Und jedes Mal wußte sie zu begeistern, wenn sie auf zwei Eseln stehend im Galopp den Reitplatz umrundete.
Dass man nicht unvorbereitet auf so ein Eseltreffen fährt, dürfte jedem klar sein. Barbara Bank und Otmar Hoefer zeigten in ihrer Kutschennummer, wie durch diese Arbeit Probleme gelöst werden konnten. Als die 11 jährige Eselstute vor 4 Jahren nach Deutschland kam, kannte sie nur die Weite der Pyrenäen und war entsprechend ängstlich und schreckhaft. Eselin Paula trauerte immer noch ihrer Zwillingsschwester Pia hinterher und setzte Kummerspeck an.

Die Umbaupause zur nächsten Nummer wurde genutzt, um die letzten Siegerehrungen vorzunehmen. Außerdem konnten jetzt auch die besten Tiere des Treffens prämiert werden.
Bester Hengst wurde Filius von Susanne von Münchhausen mit 129,2 Punkten.
Beste Stute wurde Laska von zwei Linden von Brigitte Brandt mit 134,4 Punkten.
Bestes Tier des Treffens wurde Dinka von zwei Linden von Brigitte Brandt mit 136,63 Punkten, die leider wegen zweier (noch?) fehlender Zähne in die Zuchtklasse III eingestuft worden war.
Dann hieß es „Vorhang auf für Masl-tow und Samuel“. Kontinuierlich arbeitet Judith Schmidt seit Jahren mit ihren beiden Eseln an dieser Zirkusnummer. Und wer sie letztes Jahr in Gütersloh gesehen hatte, konnte die Fortschritte sehen. Samuels Podestnummer, das Rückwärtsrichten durch ein L von Masl-tow mit verbundenen Augen und ihr Lauf durch das gefüllte Planschbecken, durch den Hulla-Hopp-Reifen, über den brennenden Strick mit abschließendem Sprung durch eine geschlossene Papierwand brauchten den Vergleich mit Profis nicht zu scheuen.
In der Umbaupause wurde das Wiegequizaufgelöst. Marie, die Eselin von Felicitas Frädrich mit dem roten Fragezeichen auf der Kruppe wog exakt 168 kg. Genau dieses Gewicht hatte auch Inge Zimmermann getippt und war damit stolze Gewinnerin des Bildbandes „Esel Europas“.
Nun präsentierten sich verschiedene Gespanne, Einspänner, Zweispänner und eine gemischte Esel- und Mulitroika. Monika Siegel, Fahrprüferin beim VFD, stellte unter anderem ihre Schüler vor, die bei ihr das 1. Fahrabzeichen des VFD abgelegt hatten.
Die letzte Nummer des Schauprogramms gehörte den Teilnehmern mit der originellsten Anreise. Da war zum einen Ute Thomas, die mit drei ihrer Kinder und einer Freundin mit zwei Kutschen die rund 160 km von Falkenstein am Donnersberg nach Forst gefahren waren. Begleitet wurden sie dabei von einem Filmteam des KInderKAnals (der Sendetermin soll im Januar 2007 sein – ich werde per eMail informieren). Die andere Truppe kam aus Harthausen bei Rottweil. Die Familien Brandt und Klausmann waren die rund 200 km nach Forst wieder auf ungewöhnliche Weise unterwegs gewesen. Zehn Menschen zwischen 12 und 54 Jahren waren mit ebenso vielen Tieren an Kutschen oder am Führstrick und drei Drahteseln am Sonntag gestartet und erreichten am Donnerstag ihr Ziel.

Es war geschafft, das 18. Esel- und Mulitreffen war zuende. Wolfgang Dickgießer bedankte sich bei allen, die als Akteure, Helfer und Zuschauer ihren Anteil am Gelingen hatten, und wünschte ihnen eine gute Heimkehr.

Was bleibt noch zu erwähnen? Am Infostand herrschte reges Treiben, Bernd Schmutz in der neuen Meldestelle im Richterturm konnte wenigstens ab und zu einen Blick auf das Geschehen werfen, in der alten Meldestelle wurden Secondhandartikel angeboten, der Richter Souel Maleh und eine weitere Pferdedentistin informierten über Probleme mit den Zähnen (nebenbei wurde auch der ein oder andere Wolfszahn direkt vor Ort gezogen), Theo Rüspeler passte Hufschuhe an, Toni Vogt aus der Schweiz präsentierte Kummetgeschirre für Esel, diverse Verkaufsstände boten Artikel an, die mehr oder weniger etwas mit Eseln zu tun hatten, Vier Pfoten und die Noteselhilfe informierten über ihre Arbeit und der Reitverein Forst war redlich bemüht, Hunger und Durst gar nicht erst aufkommen zu lassen.
SWR 4 hatte für das Regionalradio eine Reporterin mit Tonband vorbeigeschickt, die schon am Freitag viele Impressionen vom Treffen einfing, nur wird leider kaum ein Eselfreund Gelegenheit gehabt haben, die Reportage am Samstagmittag zu hören. Nachdem die Bruchsaler Rundschau den Terminhinweis zuerst verschlampt hatte, brachte sie am Mittwoch vor dem Treffen dann doch noch einen großen Hinweis nebst Foto vom letzten Jahr in Gütersloh. Außerdem schickte man am Samstag noch eine Reporterin vorbei, so dass am Montag ein ausführlicher Bericht und zwei Fotos den Lokalteil zierten.

Ich habe mich in diesem Bericht bemüht, möglichst keine Helfer zu erwähnen, damit es hinterher keine Beschwerden gibt, wenn ich den Einen oder Anderen vergessen hätte. Doch zweien möchte ich von Herzen danken, nämlich Manuela und Thomas Günther, die mit ihrem Wägelchen unermüdlich dafür sorgten, dass die Hinterlassenschaften unserer Vierbeiner niemandem stinken.

Mein persönliches Fazit: Es war für mich ein sehr schönes Treffen. Die drei Vorfälle am Samstag und am Sonntag waren glimpflich verlaufen. Die vorgestellten Tiere hatten fast ausnahmslos ein hohes Niveau, was sich in den erreichten Punktzahlen wiederspiegelte. Die Leistungswettbewerbe wurden unterschiedlich angenommen, wobei auch hier sehr gute Leistungen gezeigt wurden. Meine Höhepunkte waren die Vorführungen von Beate Marienfeld und Stephanie Kratzer beim Abendprogramm, sowie die von Familie Brandt und von Judith Schmidt beim Schauprogramm. Alles Darbietungen, die den Vergleich mit Profis aus der Pferdeszene nicht zu scheuen brauchen.